18.9.2017, Montag, Point Roberts, Washington, USA, Tag 118

Freue mich über das gute Wetter (blauer Himmel) und meinen Stellplatz direkt am Meer, an dem ich auch frühstücken kann.

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Bekomme heimische Gefühle: Im Radio höre ich Nena, mit dem Song „99 Luftballons“, allerdings auf Englisch.

Während meiner Mahlzeit hält ein Auto mit einem älteren Ehepaar neben mir an, winkt mir zu, so dass ich aussteige und frage, was sie mir mitteilen wollen.

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Sie sind sehr angetan von meiner „Fahrzeugwerbung“, haben bereits ein Foto gemacht. Sie erzählen von ihren mehrmaligen Europareisen, vor Jahrzehnten, motivieren nun ihre Enkelkinder, ähnliches zu tun. Lade sie zu einem Tee ein, ob an oder in meinem Auto, oder in einem Café hier, doch sie haben irgendwo eine Verabredung. – Denke, dass das meine bisher ältesten Gesprächspartner waren.

Fahre zur Bücherei, um mittels Internet zu telefonieren. Stoppe anschließend an einem kleinen Künstler-Atelier, das einen sehr interessanten Eindruck macht.

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Unterhalte mich drinnen lange mit der Inhaberin, die Ende des Jahres nach 22 Jahren hier aufhört um zu ihren Kindern nach Florida zu ziehen. Sie arbeitet mit 120 Künstlern zusammen, deren Werke sie ausstellt und verkauft. Keine schlechte Konzeption.

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Sie erwähnt den Unmut vieler Einwohner von Point Roberts, die nicht allzu gut auf Asiaten, speziell Chinesen zu sprechen sind, da sie viele Häuser und Grundstücke aufkaufen. Nicht um darin zu wohnen, sondern um auf eine Wertsteigerung zu warten, dann die Immobilie mit Gewinn wieder zu veräußern. Insofern gibt es ne Menge Leerstände in den kleinen Dorf.

Fahre in den Hardware-Laden, der mir gestern Abend in dem Pub empfohlen worden, bezüglich Stellplatz. Habe auch Glück, bekomme von der Inhaberin die Info, dass sie Plätze vermietet, für 50 Dollar. Sie hat jedoch erst ab 1.10. sicher etwas frei, möglicherweise aber auch schon ab dem 27.9., so wie ich es benötige. Da ich mir die Örtlichkeit ansehen möchte, fahre ich mit ihr auch dorthin. Alles macht einen guten Eindruck, sie händigt mir einen Vertrag aus, den ich mir in Ruhe durchlesen kann, dann mit ihr elektronisch alle weiteren Dinge kommunizieren kann. Sie will mich in den nächsten Tagen per Mail informieren, ob es klappt oder nicht.

Auf der anderen Straßenseite gibt es ein Schild mit einem weiteren Wohnmobil- und Boot-Storage-Angebot. Treffe auch dort den Inhaber an, der mir ein gleiches Angebot für 50 Dollar macht, der jedoch sicher in 10 Tagen noch einen Platz frei hat, mit dem ich ebenso per Mail einen Vertrag schließen kann. Super!

Finde bei meiner kleinen Rundfahrt durch Point Roberts einen kleinen Parkplatz erneut in unmittelbarer Strandnähe, wo ich den ganzen Nachmittag verbringe, mit geöffneter Schiebetür. Da ich kein Verbotsschild zum Übernachten gesehen habe, entscheide ich mich auch dort zu bleiben.

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