31.8.2017, Donnerstag, Duncan, Vancouver Island, Kanada, Tag 100

Habe mit meiner Suche erneut Glück, finde einen Platz am Wasser.

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Auch ein paar Kilometer weiter komme ich einer Location vorbei, die zu einer Rast einlädt.

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Werde von einem Spaziergänger, der mit seinen beiden Söhnen unterwegs ist, auf mein Auto angesprochen. Daraus ergibt sich ein nettes Gespräch, so dass ich logischerweise auch ihn mit meiner Postkarte zum Frühstück einlade.

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Erlebe einen heftig bewaffneten Fischerei-Polizisten, der plötzlich auftaucht, als ein kleines Boot, mit 2 Männern, am Ufer anlegt.

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Höre, dass hier das Austern und Muscheln sammeln verboten ist, unter einer heftigen Strafe steht. Der Grund: Diese Schalentiere sind hier, in dieser Region, sehr mit Schadstoff belastet, aus irgendeinem Grund, den ich nicht so ganz verstanden habe. Es gibt jedoch diverse skrupellose Menschen, denen das egal ist, die speziell die Austern im Visier haben, um sie für eine Menge Geld zu verkaufen.

Lerne an einer Tankstelle Rainer kennen.

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Er ist Münchener, lebt seit 9 Jahren hier in Kanada als Fotograf. Er hat mein deutsches Nummernschild identifiziert, mich angesprochen. Schade, dass wir beide nicht viel Zeit haben: Er muss etwas erledigen, ich habe die Verabredung mit Michael. Er gibt mir seine Visitenkarte, vielleicht treffen wir uns nächste Woche, nach dem Feiertag am Montag. Er gibt kann mir bei meiner Suche nach einer Gastankstelle helfen, mir den Weg zu einer Nahegelegenen beschreiben.

Der junge Mann, der mir das Gas in den Tank unter dem Auto einfüllen wird, hat zunächst Probleme, da der Abstand zwischen Boden und der Einfüll-Armatur nicht groß genug ist.

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Doch seine Idee, das Auto anders zu parken, um eine minimale Höhe zu gewinnen, klappt. Seit dem letzten Tanken sind ca. 5 Wochen vergangen. Da sich mein Kochen in Grenzen hält, außer heißes Wasser für meinen morgendlichen Tee, ist es hauptsächlich der Kühlschrank, der Propangas benötigt. Wenn ich fahre, kann ich ihn so umstellen, dass er über die Batterie gespeist wird, auf einem Campingplatz könnte ich mit Hilfe eines externen Kabels die benötigte Energie bekommen. Das habe ich jedoch noch nicht gemacht, obwohl ich kurz vor der Abfahrt in Bochum noch einen variablen Trafo habe einbauen lassen, der sowohl für 220 Volt, wie auch für 110 Volt (hier in Nordamerika) zu gebrauchen ist.

Rainer hat mir noch die Info gegeben, dass sich ganz in der Nähe eine deutsche Bäckerei befindet! Der Tipp ist natürlich hervorragend, denn leckeres Roggenbrot ist für mich – ähnlich wie gute Schokolade (Lindor, die es hier glücklicherweise auch gibt) nicht nur Nahrungs- sondern auch Genussmittel. Auch der Kuchen in der Auslage lacht mich an,

IMG_1971so dass ich nach dem Einkauf im Auto ein Stück Erdbeerkuchen geniesse.

Offensichtlich gibt es wohl einige Deutsche, die hier leben, denn das, was die Bäckerei im Angebot hat, richtet sich speziell an Kunden wir mich. Das dürften dann aber weniger Touristen sein, sondern Leute, die hier ansässig sind, „ihren deutschen Laden“ kennen.

 

Mittags gegen 13 Uhr bin ich, wie verabredet, bei Michael in Duncan. Unkomplizierte, herzliche Aufnahme in seinem großen Haus, das er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern bewohnt.

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Er hatte mir schon auf der Fähre von seinem Unimog erzählt, den er vor einigen Jahren über das Internet in Deutschland, in Mettmann, gekauft hat, Der Verkäufer hat das Gefährt in den Hamburger Hafen gefahren, von dort ist es nach Halifax verschifft worden. Michael hat es dann in seine Heimat, nach Vancouver-Island, chauffiert, wo er es über Jahre zu einem Wohnmobil umgebaut hat. Das Ergebnis: Ein sehr gelungenes und außergewöhnliches Abenteuer-Fahrzeug, von dem es hier in Kanada nur extrem wenige geben dürfte.

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Ich lerne auch seine beiden netten Frauen (Ehefrau und Tochter) und seinen sehr sympathischen Sohn (11 oder 12 Jahre) kennen. Das, was sie mir alle natürlich noch liebenswerter macht: Sie kümmern sich hier auch um Flüchtlinge, haben ein Netzwerk organisiert, mit dem sie einige Familien aus Syrien betreuen. Mein Besuch kommt zu einem denkbar ungünstigen Termin: Sie sind gerade dabei aus ihrem großen Haus auszuziehen, da Meli an der Sunshine Coast einen neuen Job angenommen hat.

Fühle mich sehr wohl bei ihnen, spüre, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben. Mit den beiden, oder auch mit der Familie, würde ich sofort auf Tour gehen. Entsprechend nett und auch sehr interessant sind die Gespräche mit den beiden.

Abends essen wir gemeinsam, wir alle gehen früh zu Bett, ich natürlich in mein Rolling Home.

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