30.8.2017, Mittwoch, Vancouver Island, Kanada, Tag 99

Nach dem Frühstück erkunde ich das kleine Dorf, leider hat die Bücherei erst ab 13 Uhr geöffnet, so dass ich in einem kleinen Café das Internet nutze, um mit der Heimat zu telefonieren. Auf dem Bürgersteig gegenüber singt und spielt eine Straßenmusikerin ein gitarren- und banjoähnliches, doch bedeutend kleineres Instrument.

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Sie hat eine tolle Stimme – leidenschaftliche gute Laune-Musik. Gehe rüber, bedanke mich mit einem kleinen Obulus.

Versuche irgendwie zu telefonieren, möchte sowohl meinen Fähr-Gesprächspartner Michael in Duncan, hier auf Vancouver Island, als auch die Eltern von Sven in Vancouver sprechen. Doch ohne ein kanadisches Handy ist das nicht so einfach: In einem Pub gibt es ein öffentliches Telefon, der Operator will 3, 45 Dollar für eine Minute. Habe leider nicht ausreichend Münzen …

Als ich meine Musikerin nach einer Weile vor der Bücherei wiedertreffe, spreche ich sie auf ihr Peace-Zeichen-Tattoo im Nacken an, es folgt eine kleine Unterhaltung. Sie ist seit gestern in dem kleinen Dorf, mit all ihrem Hab und Gut (nicht viel), will von hier auf ein Musik-Festival auf eine der Inseln in der Nähe. Frage sie, ob sie Hunger hat. Da sie bejaht, lade ich sie zu einem späten Frühstück ein. Vor einer nahegelegenen kleinen Kirche machen wir es uns auf der Wiese bequem, ich präsentiere all das, was ich an Essbarem im Auto habe.

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Nettes und interessantes Gespräch mit ihr. Seit dem sie 17 ist, seit 10 Jahren, lebt sie von und mit der Musik, kommt ursprünglich aus Toronto, hat seit langem eine neue Heimat an de Sunshine Coast, in der Nähe von Gibson. Dort bewohnt sie eine kleine Hütte, ohne Strom, hilft einer älteren Dame bei alltäglichen Arbeiten. Eine faszinierende junge Frau!

Nach diesem Picknick mache ich mich auf den Weg gen Süden, suche und finde ein Visitor-Center, vom dem aus ich die beiden Telefonate führen kann – gratis – super: Kündige mich für morgen bei Michael an, teile den Eltern von Sven mit, dass ich wahrscheinlich nächste Woche in Vancouver sein werde, dass ich sie 2 Tage vor meinem geplanten Besuch anrufe.

Fahre nicht auf dem normalen Highway, sondern entscheide mich für die ältere Küstenstraße, an der es schon ein paar schöne Stellen gibt, an denen ich auch teilweise Pause mache.

Übernachte auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe vom Meer, so dass ich am nächsten Tag dort einen schönen Frühstücksplatz suchen kann.

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