2.9.2017, Samstag, Nähe Port Renfrew, Vancouver Island, Kanada, Tag 102

Da ich mir hier Michael’s Bohrmaschine ausleihen kann, nehme ich jetzt etwas in Angriff, dass ich schon vor Wochen und Monaten machen wollte: Den Austausch meiner beiden Nummernschilder. Zuhause hatte ich mir schon 2 neue machen lassen. Hinten ein ganz normales, halt nur ohne den TÜV-Stempel und die Plakette des Straßenverkehrsamtes. Vorne kann ich eigentlich auf ein Schild verzichten, da es in manchen Provinzen ohnehin nur hinten ein „License Plate“ gibt. Die rechtliche Situation ist mir, auch nach umfangreichen Internet-Recherchen, nicht ganz klar, ich gehe davon aus, dass ich nur hinten „irgendein“ (deutsches) Kennzeichen benötige. Also habe ich mir vorsorglich in Bochum ein „Namens-Kennzeichen“ machen lassen:

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Ein Grund, warum auch andere deutsche Reisende das hintere Kennzeichen austauschen: Ab und zu werden die Kennzeichen Beute von Souvenir-Jägern, so dass man anschließend eine überflüssige Rennerei mit deutschen Behörden hat. Ich hatte mir ohnehin vorgenommen, das Auto in Bochum ganz offiziell abzumelden. Warum soll ich Steuern und Versicherung bezahlen, wenn ich meinen Sprinter nicht auf heimischen Straßen bewege? Momentan bin ich doppelt versichert, habe nicht nur die deutsche, sondern auch die (extrem teure) US-amerikanische Vollkasko-Versicherung für Nordamerika.

Ich hoffe sehr, dass ich demnächst einen Weg finde, der mir den erneuten Abschluss einer Touristen-Versicherung erspart.

Bei bestem Wetter (32 Grad) geht’s Richtung Cowichan Lake. So wie es aussieht, ist halb Kanada an diesem Wochenende unterwegs, dem letzten Ferienwochenende, an dem zusätzlich Montag ein nationaler Feiertag (Labour Day) ist.

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Bei diesem Überholmanöver gerate ich ins Schwärmen, wäre gerne mit von der Partie.

An dem See hört planmäßig die geteerte Straße auf. Macht nichts, ich hatte mir ohnehin vorgenommen, die ca. 70 km Straße, die laut Karte direkt am Wasser entlang führt, zu erkunden, dort vielleicht ein lauschiges Plätzchen zum Übernachten zu entdecken. Es gibt zwar Schönes für eine Pause, doch nichts für die Nacht. Die Straße ist schon recht abenteuerlich, führt teilweise durch Regenwald:

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Dann, plötzlich, beim Überqueren einer kleinen Brücke, erblicke ich einige inoffizielle Camper in einem Flußbett! Dat isset! Dat willich auch! Der Weg dorthin führt durch’s Wasser, über eine holprige Kiespiste. Ohne Allrad hätte ich mich nicht hierhin getraut. Auch die 2, 3 anderen Fahrzeuge, die hier stehen, alles keine normalen PKW. Als ich es mir gemütlich mache, kommt ein junger Mann vorbei, den mein Nummernschild neugierig gemacht hat. Lade ihn auf ein Bier ein, nette Unterhaltung. Er campt hier 4 Tage, mit seiner Freundin, und … seinem Hund.

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