27.8.2017, Sonntag, Earls Cove, Sunshine Coast, Kanada, Tag 96

Schaue mich um, wo ich gelandet bin: Es laufen diverse junge Leute hier herum, in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Staff – YMCA“. Bin ich hier schon auf einem Privatgelände? Und wenn, auch nicht schlimm. Sehe es als Zufall an, aus dem ich versuchen sollte etwas zu machen. Also suche und finde ich das Main-Office, unterhalte mich dort mit einer jungen Managerin, biete ihr eine Kooperation „Für Freundschaft ohne Grenzen“ an. Dieses weitläufige Terrain, wie ein kleines Dorf, ist für unsere Zwecke, für ein potentielles mehrtägiges Treffen, absolut perfekt. Sie wird meinen Vorschlag im Team besprechen, dann gegebenenfalls auf mich zukommen.

Bekomme Hunger, brauche, wie immer, einen geeigneten und „aussichtsreichen“ Frühstücksplatz. Das Visitor-Center ist nicht weit entfernt, öffnet um 10 Uhr, so dass ich noch einen kleinen Rundgang mache, im beschaulichen Hafen.

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Entdecke eine Frau, die ihren besonderen Garten wässert …

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Das Visitor Center (VC) ein freies WIFI, doch in der Heimat will mich niemand sprechen … . Das Wetter ist mal wieder absolut perfekt, keine Wolke am blauen Himmel, es sind 19 Grad. Denke, dass es heute sehr warm wird.

Die freundliche Dame im VC zeigt mir einige Stellen auf ihrem Plan, an dem ich mit meinem Auto am Wasser stehen könnte. Ein paar Meter weiter entfernt finde ich jedoch auch schon einen Parkplatz, ein paar Meter vom Yachthafen entfernt, mit nettem Blick durch meine geöffnete Schiebetür.

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Habe großen Hunger, freue mich auf ein „sonn“-tägliches Morgenmahl, mit gekochten Eiern, Käse, Gurke, Tomaten, Honig, und … recht gutem Roggenbrot – was will ich mehr? Es kommen hier ne Menge Spaziergänger vorbei, einige schauen interessiert in mein offenes Auto. Es ist also nur eine Frage der Zeit ist, bis ich mich mit jemandem unterhalte. Diesmal ist es ein älterer Herr, an die 80 Jahre, der mir erzählt, dass dieses nette Kleinod zur Disposition steht: Der Yachthafen soll verändert werden, man will hier mächtig bauen, für das zahlungskräftige Klientel in Vancouver. Dort explodieren seit einigen Jahren die Bodenpreise, es ist mittlerweile eine der teuersten Städte der Welt. Also klar, dass die Peripherie ins Visier genommen wird, dass so manche Einheimische Angst um ihre Zukunft haben. Edeka grüßt den Rest der Welt!

Mensch, was habe ich für ein Glück, unter anderem mit dem Wetter, in diesem besonderen Teil Kanadas. Gestern in der alpinen Bergwelt, heute am Pazifik an der Sunshine Coast. Hier werde ich die nächsten Tage verbringen, dann mit einer weiteren Fähre nach Vancouver Island übersetzen, dort hoffentlich unter anderem die lang ersehnten Wale sichten. Die Menschen, die hier wohnen, sind beneidenswert, sind tatsächlich „an der Sonne“ …

Auf einer derartigen Harley hätte ich jetzt auch Lust auf der Küstenstraße unterwegs zu sein.

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Aber … man kann nicht alles haben im Leben …

Immer wieder finde ich einige Meter vom Highway entfernt, dank der Anzeige des Navis, wunderschöne Stellen, an denen man gut eine kleine Pause machen kann.

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Leider ist ein Übernachten an diesen Orten nicht möglich. Klar, auf diese Idee komme nicht nur ich, so dass sich ohne die Verbotsschilder hier ne Menge Camper tummeln würden.

Ich arbeite mich langsam gen Norden vor, eigentlich schneller als erwartet, da ich keine Örtlichkeit finde, wo ich offiziell campen würde. Ich fahre auch 1 oder 2 Provinzial-Parks an, doch … es ist wie fast immer nach meinen Erfahrungen, diese Campingplätze liegen alle im Wald. Eigentlich sehr schön, doch ich brauche einen Blick, Offenheit, Helligkeit.

Kurz vor der Dunkelheit komme ich an einem „Italian Restaurant“ vorbei. Da ich ohnehin seit geraumer Zeit Hunger habe, halte ich an, überlege, ob ich nicht nach dem Essen auf dem Parkplatz übernachten soll. Die Speisekarte gibt leider nicht viel her, ich hatte mit frischem Fisch gerechnet. Das, was ich bekomme, geht in die Richtung (Spaghetti Frutti di Mare), doch es ist leider nur befriedigend. Fahre anschließend noch 2 oder 3 KM weiter, bis ich einen Wald-Feldweg entdecke.

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