26.8.2017, Samstag, Gibsons, Sunshine Coast, Kanada, Tag 95

Stärke mich mit einem guten Frühstück, da es ja gleich sportlich in die Berge geht. Kaufe für 60 Dollar (= ca. 45 Euro) ein Gondel-Ticket und begebe mich in die Höhe. Neben den normalen Touristen, so wie ich, sind auch recht viele Mountainbiker unterwegs, die sich auch mit ihren Rädern auf die Berge bringen lassen, dann auf definierten Wegen, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, wie beim Skilaufen, die Pisten hinunterrasen.

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Ich entscheide mich für den etwas anspruchsvolleren Wanderweg, werde mich nicht mit einem weiteren Sessellift transportieren lassen, sondern einen ausgeschilderten Rundweg in Angriff nehmen. Fantastisches Bergpanorama, fast so beeindruckend wie die Dolomiten. Ich als Nicht-Italiener kann unseren europäischen Freunden dieses Kompliment machen, oder? Nur weil ich jetzt in Kanada bin, ist nicht alles hier das Non-Plus-Ultra. Ich möchte das, was ich hier sehe und erlebe, relativieren, es mit dem vergleichen, was ich kenne, was wir kennen. Auch wenn ich die hiesigen Pisten mit denen in den Alpen vergleiche, so liegen wir in Europa eindeutig vorne. Der Schnee soll hier im Winter tatsächlich anders sein als bei uns, was sicherlich mit den Temperaturen zusammenhängt. Aber das werde ich ja vielleicht im nächsten Jahr herausfinden …

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Das Kaiser-Wetter spielt natürlich bei dem hiesigen Panorama auch eine ganz entscheidende Rolle. Bei schlechtem Wetter, so wie gestern, lohnt sich diese ganze Expedition nicht. Die umliegenden Berge sind in etwas so hoch die Plateaus, auf denen ich mich mit diversen weiteren Wanderern befinde, ca. 2.300 Meter, so dass man das Gefühl hat, wirklich „ganz oben“ zu sein.

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Man sieht aber nicht nur die anderen Berggipfel, sondern in der Ferne auch Whistler, mit den markanten Seen, die sich in unterschiedlichen Farben präsentieren.

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Meine Wanderung ist schon recht anspruchsvoll, was auf der einen Seite mit den Steigungen zusammenhängt, auf der anderen Seite aber auch mit der Höhe, in der jede körperliche Betätigung mehr fordert als im Tal, oder auf Meereshöhe.

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Grundsätzlich ist es ein tolles Erlebnis, auch die Fahrt mit der Seilbahn (vom österreichischen Hersteller Doppelmair) von Gipfel zu Gipfel. Gerne hätte ich in einem Museum oder sonstwo gesehen, wie sie diese Drahtseile für die Gondeln installiert haben. Das stelle ich mir faszinierend vor.

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Auch die Fahrt mit dem Sessellift ins Tal ist recht interessant, da ungewohnt. Normalerweise ist man als Skiläufer immer nur in eine Richtung, bergauf, unterwegs.

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Meine Foto-Ausbeute der letzten Stunden ist schon gewaltig. Denke, dass ich sicherlich 3 Filme verbraucht habe … von den meisten Fotos habe ich dann Dias gemacht … eine Auswahl davon zeige ich hier ;-))

Nach dem Ausflug verbringe ich noch ein bisschen Zeit in der Bücherei, um die vielen Fotos zu synchronisieren, auf den Laptop zu bringen. Das WIFI ist so leistungsstark, wie ich es bisher selten erlebt habe. Damit macht es schon Spaß zu arbeiten.

Dann breche ich auf, Richtung Vancouver. Die Strecke, der sogenannte „Sea to Sky Highway“, ist auch landschaftlich reizvoll, führt ab Squamish (der Hälfte der 120km Strecke) immer am Wasser entlang.

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Da es ziemlich heiß ist, suche ich mir eine Stelle, an der ich mal wieder meine Außendusche zum Einsatz bringen kann – sehr erfrischend, super!

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Ich entscheide mich, zunächst an die „Sunshine Coast“ zu fahren, dann von dort nach Vancouver Island, von dort dann nach Vancouver. Das heißt, ich muss mit der Fähre von Horseshoe Bay nach Langdale. Gegen 18 Uhr erreiche ich den Fährhafen, in dem es sehr betriebsam zugeht, da von hier die Schiffe 3 verschiedene Ziele anfahren. In meine Richtung muss ich leider noch fast 2 Stunden warten. Doch das ist letztlich eine sehr interessante Zeit, da ich mit meinem Sprinter hinter einem Oldtimerbesitzer stehe, mit dem ich schnell ins Gespräch komme.

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Er fährt einen 61er Buick, einen 8-Zylinder mit 250 PS, der aussieht wie neu, mit dem er gerade auf einer Ausstellung war, dort bei einem Wettbewerb den ersten Preis geholt hat. Greg hat, wie ich, einen Klappstuhl im Auto, so dass wir es uns wartend bequem machen können. Während ich Kirschen zur Verfügung stelle, hat er geräuchertes Truthahnfleisch im Angebot – sehr lecker. Auch auf der Fähre, die 40 Minuten unterwegs ist, unterhalten wir uns weiter. Gerne hätte ich mich mit ihm in den nächsten Tagen irgendwo zu einem Kaffee oder Tee verabredet, doch will ich mich nicht aufdrängen. Als wir unser Ziel erreichen, ist es leider schon dunkel, es ist 21:30 Uhr. Da ich müde bin, suche ich in der Nähe ein ruhiges Plätzchen zum Übernachten.

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