21.8.2017, Montag, Williams Lake, Kanada, Tag 90

Werde um 7 Uhr wach, bin ausgeschlafen. Schaue mich um, wo ich hier gelandet bin.

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Der See ist in unmittelbarer Nähe, doch ein gutes Frühstücksplätzchen ist das nicht. Jedoch ein paar Meter weiter.

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Auf dem kürzesten Weg ist es leider nicht machbar, da dort eine Bodenschwelle ist, bei der mein Auto Schwierigkeiten hätte. Auf einem anderen Weg steht ein Schild: Privatgelände. Bin hier jedoch gefühlt so weit in der Pampa, dass ich es wagen kann. Schlimmstenfalls kommt jemand, der mich auf das Schild, was ich dummerweise übersehen habe, aufmerksam macht, ich mich dann ohne Diskussion wegbewege.

Das war der Beginn meiner Abenteuerstrecke gestern Abend:

 

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Höre in den Nachrichten im Radio, dass es hier in British Columbia 137 Feuer gibt – die größte Feuerkatastrophe in der kanadischen Geschichte. Das Schlimme: Einige dieser Feuer sind das Werk von irgendwelchen kranken Menschen! Was geht in diesen Köpfen vor???

Eine andere interessante Info im Radio: Heute morgen gibt es eine Sonnenfinsternis! Hier in der Nähe leider nicht komplett, sondern nur zu 70 bis 80%. In Oregon, ca. 1.200 km südlich, versammeln sich zur Zeit Tausende, um dieses seltene Natur-Schauspiel zu erleben. Dort ist es um 9:30 Uhr für 2 ½ Minuten dunkel, wie in der Nacht!! Vielleicht hätte ich „mal eben“ dorthin fahren sollen?? Als ich vor ca. 3 Wochen auf dem Weg nach Whitehorse war, in einem kleinen Visitor-Center gehalten habe, erzählte mir Bob(??) – über den ich geschrieben habe – dass er sein Jahren darauf spart, die einwöchige Reise nach Oregon zu unternehmen, um als Fotograf diese Besonderheit zu erleben.

Mache ein ausgiebiges Frühstück, habe noch das Roggenbrot, das ich in Stewart gekauft habe, und … Müsli, mit leckeren Kirschen.

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Es sind noch 90 Kilometer nach Bakerville. Ursprünglich war es vor einigen Jahrzehnten ein wachsendes Goldrausch-Dorf, das, wie viele derartiger Stätten, vom Verfall bedroht war. Stattdessen hat man 125(!) Häuser wieder aufgebaut, und vermarktet – mit Erfolg – diese Location als Museums-Dorf.

Ist ganz nett, verbringe dort einige Stunden.

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In 25 km Entfernung eine weitere Attraktion, von der ich mir zumindest ein kurzes Bild machen möchte. Im Reiseführer ist unter anderem zu lesen: … ein Wunderland, das aus zehn schneebedeckten Bergen und Seen besteht – ein Eldorado für passionierte Kanuten. … ein 116 km langer Rundkurs, der fraglos zu den besten Kanustrecken des Planeten zählt. Wow, oder? Zähle zwar (noch) nicht zu den passionierten Wassersportlern, habe jedoch vor ein paar Tagen auf dem Yukon, wie beschrieben, mal geschnuppert. Auch zuhause hatte ich bereits den Wunsch, auf der Ruhr dieses Paddeltechnik zu lernen, mich unseren lieben Nachbarn anzuschließen. Gelle??

Auf der einen Seite fehlt mir das Know How, auf der anderen Seite die Zeit, dann ist das Wetter mit seinen 14 Grad und grauen Wolken nicht sehr einladend. Aber, wie ich schon sagte, ich komme sicherlich noch Mal hierhin. Sehe von der Landschaft nicht allzu viel. Es gibt, und das ist für mich wichtig, einen Campingplatz direkt am Wasser. Neben einem anderen, wie immer, im Wald versteckt.

Abends fahre ich noch ein Stückchen, bis Williams Lake, übernachte auf einem Walmart-Parkplatz, habe dort Internet, kann telefonieren.

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