12.8.2017, Samstag, Whitehorse, Kanada, Tag 81

Da die geplante gemeinsame Zeit mit Charly langsam aber sicher zu Ende geht, muss er sich auf seine hiesigen Aufgaben konzentrieren, alle Hebel in Bewegung setzen, um möglichst zügig kleine Etappenziele zu erreichen. Klar, dass ich ihm während der Tage hier mit Rat und Tat zur Seite stehe, doch letztlich muss er allein in Whitehorse, in Kanada, das angesetzte Jahr meistern. Ich freue mich sehr, dass er sich dieser Aufgabe stellt, bin sicher, dass er es nicht nur schafft, sondern in diesem sehr interessanten Land viele tolle Sachen erleben wird. Er hat auch schon diverse Stellenangebote, speziell für Zimmerleute, gesichtet, von verschiedensten Seiten Informationen bekommen, dass es gerade für diesen Berufsstand kein Problem sein dürfte, hier Fuß zu fassen.

Insofern ist die Internet-Recherche und die digitale Kommunikation die angesagte Aufgabe, die auch am heutigen Tag Priorität 1 hat.

Während ich zu meiner Reisemobil-Werkstatt fahre, sitzt Charly in der Bücherei und arbeitet.

Mein Armaturen-Austausch ist innerhalb von einer halben Stunde erledigt, und … ich habe (nach langer Zeit) wieder fließendes Wasser im und am Auto! What a luxury!!

Mittags dann noch ein weiteres Erfolgserlebnis: Ich telefoniere mit meinem „Blog-Rettern“! An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Nils Kathagen und sein Team vom „Systemhaus-Ruhrgebiet“!! Nachdem wir eine Weile telefonieren, dabei gleichzeitig per „Team-Viewer“ (ein Programm, das es anderen Internet-Usern ermöglicht, zeitgleich auf einem gemeinsamen Rechner zu arbeiten) mit Passwörtern, Berechtigungs-Codes und weiteren mir unerklärlichen Befehlen zu arbeiten, haben wir die „Nuss geknackt“: Die Synchronisation der Fotos, die Verbindung zwischen Handy und Laptop klappt wieder!! Nun kann die Welt wieder an meinen und unseren Abenteuern teilhaben!! Doch bevor meine täglichen Berichte online gehen, stehen mir noch einige Stunden Arbeit bevor. Die Texte sind fast up-to-date, doch die Fotoarbeit, für fast 2 Wochen, ist ein ziemlicher Zeitfaktor. Bin auf jeden Fall sehr glücklich!

Es gibt hier in Whitehorse nur ein Hostel: Das, in dem wir auch schon zu Gast waren. Charly’s Recherche bezüglich Unterbringung lässt uns wissen, dass es dort jetzt, und auch in den nächsten Tagen, diverse Reservierungen gibt, die günstigen Gemeinschaftszimmer bis nächsten Dienstag ausgebucht sind. Ein weiteres Hostel liegt ca. 25 KM außerhalb. Das schauen wir uns an. Auf der Fahrt dorthin sieht Charly am Straßenrand einen Schwarzbären! Leider ist dieser, als ich anhalte und rückwärtsfahre, schon wieder im Gebüsch verschwunden. In dem Hostel, am Ende der Welt, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist, könnte er jederzeit für 35 Dollar unterkommen. Theoretisch gut … Doch er hat auch noch ein paar andere „Eisen im Feuer“, könnte eventuell auf einer Farm arbeiten, oder einer Familie bei der Hausrenovierung helfen. Schauen wir mal!!

Da wir heute Abend im Auto Spaghetti mit Knoblauch und Tomaten kochen möchten, suchen wir ein nettes Fleckchen. Mit „IOverlander“, dieser toller App, finden wir auch tatsächlich in der Nähe des besagten Hostels genau das, was uns vorschwebt: Einen einsamen Stellplatz mit einem phänomenalen Ausblick auf den Takhini River!

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Großartig! Nur das Wetter könnte etwas besser sein. Jetzt noch einen klassischen Sonnenuntergang, das wäre das I-Tüpfelchen.

 

Die Zubereitung des Essens macht Spaß, das Mahl ist sau-lecker, das Panorama unbeschreiblich, die Musik von der Festplatte, per Bluetooth an eine kleine aber leistungsstarke Lautsprecherbox gebeamt, super.

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Und anschließend … Wildwest-Romantik pur, mit Lagerfeuer. Zufällig, oder vielleicht doch nicht zufällig, haben wir diverse Dosen Bier im Kühlschrank, so dass wir nicht auf dem Trockenen sitzen.

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Anfangs machen wir es uns auf unseren Klappstühlen am Feuer bequem.

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Als es leicht zu tröpfeln anfängt, fahren wir das Auto noch etwas näher ans Feuer, sitzen bei geöffneter Schiebetür geschützt und genießen gemeinsam diesen außergewöhnlichen Abend. Zu zweit machen solche Erlebnisse eindeutig mehr Spaß!

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Während wir in die Flammen schauen, kommt ein Fuchs in unsere unmittelbare Nähe, streunt in ca. 5 Meter Entfernung um uns herum. Ich bin mir sicher er spürt, dass von uns keine Gefahr ausgeht, dass wir nicht auf Fuchsschwänze stehen. Schade, dass unsere Kameras für derartige Nachtaufnahmen nicht geeignet sind, das nicht festhalten können.

Wenn das Wetter etwas stabiler wäre, so hätte ich die Nacht auf meiner Plattform auf dem Auto verbracht. Leider gab es bisher keine richtige Chance, unter dem Sternenhimmel zu nächtigen. Habe das Gefühl, dass es bald soweit sein wird. Darauf freue ich mich seit Monaten.

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