5.8.2017, Samstag, Whitehorse, Kanada, Tag 74

Während des Frühstücks im Hostel unterhalten wir uns mit einigen jungen Kanadierinnen, die in Ontario und Alberta wohnen, hier ihren Jahresurlaub verbringen.

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Bei perfektem Wetter, strahlender Sonne und 28 Grad entscheiden wir uns für eine 4 stündige Kanu-Tour, ein super Erlebnis. Nach einer kleinen Einweisung bezüglich der Bootsführung werden wir mit Schwimmwesten und einer Karte ausgerüstet, paddeln dann auf dem Yukon durch die faszinierende Natur.

Nach den vielen Wochen des Alleinreisens, dass mir grundsätzlich Spaß macht, freue ich mich über das gemeinsame Erleben, über den Austausch, und natürlich ganz speziell mit Charly. Wir sind beide begeistert von der Landschaft, lassen uns teilweise im wahrsten Sinne des Wortes „treiben“, da der Fluss für ein komfortables Weiterkommen sorgt, wir nicht unbedingt körperlich aktiv werden müssen. Doch das Paddeln ist für uns auch eine kleine sportliche Aktivität, die wir schätzen. Und das in dieser Landschaft … ein weiteres Highlight meiner Reise.

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Meist halten wir uns in Ufernähe, um vielleicht noch irgendwelche Tiere zu erleben. Das, was wir entdecken, sind einige Weißkopf-Adler, die ab und zu über uns kreisen. Auf halber Strecke zum vereinbarten Ziel- und Abholpunkt legen wir am Ufer an, pausieren, machen Fotos.

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Insgesamt legen wir ca. 25 Kilometer zurück, werden in einem kleinen Van nach Whitehorse zurückgebracht. Das Team des Outdoor-Unternehmens „Kanoe People“ mit Scott und seiner Frau ist sehr sympathisch, so dass wir überlegen, morgen eine weitere Tour in Angriff zu nehmen.

Abends suchen wir in der Nähe der Stadt einen Stellplatz, lesen in der App „IOverlander“ (die auch Offline funktioniert) über 2 unterschiedliche „wilde Campingplätze“. Der erste, an einem kleinen See, entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen, da der herumliegende Müll auf einen Party-Treffpunkt schließen lässt.

Der zweiten ist eine Herausforderung: In der Beschreibung ist zu lesen, dass die Location mit außergewöhnlichen Blick nur mit einem Allrad-Fahrzeug zu erreichen ist. Das will ich wohl glauben, als ich den steilen Feldweg sehe. Bin nicht sicher, ob ich diese Steigung in Angriff nehmen soll. Charly geht zu Fuß den Berg hoch um zu schauen, wie die uneinsichtige Stelle auf dem Plateau aussieht, ob ich dort oben gegebenenfalls wenden kann. Sein OK gibt mir Mut, so dass ich den ca. 30 Meter langen Weg angehe, nach ca. 2/3 der Strecke jedoch mit durchdrehenden Rädern – trotz Allrad – aufgeben muss. Im Rückwärtsgang komme ich etwas ins Schwitzen, da der Wagen rutscht, nicht ganz die gewünschte Spur hält. Bin heilfroh, als ich unten an der Straße wieder Asphalt unter den Rädern habe.

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Es wäre wirklich ein Stellplatz mit einem fantastischen Blick auf den Yukon gewesen …

Die Alternative: Ein offizieller Parkplatz, der tagsüber von Besuchern frequentiert wird, jetzt, abends, glücklicherweise leer ist.

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