26.7.2017, Mittwoch, Fairbanks, Tag 64

Unterhalte mich eine ganze Weile mit Ray, einem Nachbarn der 75-jährigen Billie.

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Er ist so alt wie ich, hatte vor 3 Jahren eine Herzoperation, ist seitdem im Ruhestand. Sehr interessantes Gespräch, auch über die amerikanische Politik.

Langes Telefonat mit Charly, dem frisch gebackenen Zimmermann-Gesellen, der vorgestern seine Abschluss-Prüfung bestanden hat. Große Freude auf allen Kontinenten! Ich berichte ihm, dass es einen 8 stündigen(!) Direkt-Flug von Frankfurt nach Fairbanks gibt. Somit könnte er, theoretisch, seinen für nächsten Mittwoch nach Vancouver geplanten Flug umbuchen. Somit hätten wir die Change, den ebenfalls legendären „Top of the World Highway“ nach Dawson City gemeinsam zu erleben. Er wird sich die Sache durch den Kopf gehen lassen und checken, welche Möglichkeiten sich bieten.

Treffe hier zum zweiten Mal einen „Helden“, den ich vor ein paar Tagen auf dem Highway gesprochen habe, der besorgniserregend an der Straße saß, dort irgendetwas aß, den ich fragte, ob er Hilfe benötigt. Josh, 23-jährige Brite, war und ist mit dem Fahrrad unterwegs, hat den legendären Highway bezwungen.

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Die Tour von Fairbanks nach Deadhorse ist er mit dem Bus gereist, für die 800 Kilometer zurück hat er 7 Tage gebraucht, bis dann kurz vor dem Ziel irgendetwas an seinem Rad gebrochen ist, er somit trampen musste. Ebenso sein Freund, mit dem er grundsätzlich gemeinsam unterwegs ist, ist mit einem defekten Rad unterwegs liegengeblieben. Für mich kein Wunder. Dennoch ist Josh für mich ein Held: 7 Tage auf dieser Piste, mit einem kleinen Zelt, ganz sicher nicht mit einer optimalen Ausrüstung, da er grundsätzlich sehr sparsam lebt. Er steht am Beginn einer langen Reise, ist in Anchorage gestartet, will und wird von Nord nach Süd reisen, ca. 1 Jahr, solange sein Geld reicht. Toll.

Wir verabreden uns morgen zum Frühstück.

Ich bin etwas in Eile, da ich um 12 Uhr Leonhard treffe. Wie auch schon vorher sehr interessantes Gespräch und die Vereinbarung, das Frühstücks-Film-Projekt gemeinsam anzugehen. Wir werden demnächst gemeinsam in einem wachsenden Team an einem Konzept arbeiten, dann – ohne eine jetzige Zeitvorgabe – unser Vorhaben auf den Weg bringen.

Fahre zu Sven’s, um zu schauen, ob ich ihn sprechen kann, welche Möglichkeiten er mir offerieren kann, in den nächsten Tagen (sollte es mit Charly und Fairbanks klappen), ein organisiertes Wildlife-Abenteuer zu realisieren. Er ist leider die nächsten 2 Tage nicht in seinem Hostel. Unterhalte mich recht lange mit seiner jungen Mitarbeitrin … (Namen-Vergessen) aus Texas,

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die in Houston Mathematik studiert. Auch sie ist an unseren Aktivitäten „Für Freundschaft ohne Grenzen“ interessiert, speziell an dem „Frühstücks-Projekt“. Bin auch hier gespannt, ob wir nach ihrer Heimreise Mitte August noch in Kontakt bleiben.

Lerne Björn und Susi kennen, das deutsche junge sehr sympathische Päarchen, die in Innsbruck leben. Beide hat das Sport-Outdoor-Angebot nach Österreich verschlagen. Natürlich reisen sie leidenschaftlich gerne, sind jetzt 4 Wochen mit einem vergleichsweise Passat-Allrad-Leihwagen unterwegs, in dem sie auch meist schlafen. Vielleicht bin ich demnächst mit Björn unterwegs?? Er ist Motorrad-Tourguide, seine nächste diesbezügliche Aufgabe hat er Mitte August in Südafrika und Namibia. Da schlägt mein Herz doch höher! Doch … man kann nicht alles machen in seinem Leben. Ich muss mich auf meine Traumreise auf 4 Rädern konzentrieren.

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Wir trinken ein Bier, und wenn ich jetzt nicht den festen Vorsatz hätte, an meinem Blog zu arbeiten, hätten es auch mehrere werden können. Insofern tauschen wir unsere Kontaktdaten aus, ich verabschiede mich, fahre zu Biggie’s. Auf dem Weg halte ich an einem thailändischen Restaurant, hole mir ein vegetarisches Curry, das mich jedoch nicht vom Hocker haut.

Abends komme ich leider erneut nicht zu meinem Vorhaben zu schreiben, da ich über 2,5 Stunden mit Pat telefoniere, über den Projekt-Start in Homer. Sie hatte heute eine kleine Konferenz mit diversen anderen Pädagogen, hat mir das Ergebnis des Gesprächs in einer E-Mail geschickt. Es wird ein sehr wichtiger, klärender Austausch. Hoffe nun sehr, dass wir in Alaska in den nächsten Wochen starten.

Gegen 0:30 Uhr, es ist fast taghell, begebe ich mich zur Ruhe.

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