25.7.2017, Dienstag, Fairbanks, Tag 63

Toll, dass der Walmart auch (sehr saubere) Restrooms (Toiletten) hat. Hier ein Foto, um meinen Blog-Lesern mal einen Eindruck zu vermitteln, wie die hiesigen Supermärkte dimensioniert sind:

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Während des kleinen Rundgangs auf dem Parkplatz schaue ich mir die unterschiedlichsten Abenteuer-Autos an.

Unterhalte mich ne ganze Weile mit John (aus dem Süden von Alaska), der so alt ist wie ich, der jetzt 3 Monate mit seinen beiden kleinen Wadenbeißern in der Wildnis war, mit einem Boot. Genau diese Naturliebhaber prägen das Leben in diesem besonderen Teil Nordamerikas.

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Auch ihn lade ich selbstverständlich zum Frühstück ein, erzähle ihm, was es damit auf sich hat. Als er hört, was ich für die Verschiffung meines Autos gezahlt habe, spielt er sofort mit dem Gedanken, sein Gefährt (ohne Boot) nach Europa zu bringen. Freue mich über derartige Motivationsarbeit.

Bearbeite mit Hilfe der von John geliehenen Leiter die Heckseite meines Autos mit einem Lederhandschuh, muss ja schließlich Werbung machen.

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Bin sehr gespannt, wie ich diese harte Paste, die schon einige Millimeter dick ist, demnächst entfernen kann. Habe gelesen, dass die LKW, die ab und zu auf dem Dalton Highway unterwegs sind, um die Piste mit Wasser zu besprenkeln, einen Zusatz versprühen, um … den Lehm möglichst zu binden, so dass er für die darüber rollenden Fahrzeuge fester wird. Tja, und ich, wie natürlich alle anderen Fahrzeugbesitzer auch, stehen jetzt vor der Herausforderung diese klebrige und feste Masse vom Auto zu entfernen.

Und dann erscheinen die beiden Mädels pünktlich wie verabredet um 9 Uhr, fahren ihr Auto neben meins. Da es leider leicht anfängt zu nieseln, können wir nicht gemeinsam draußen frühstücken. Ich habe genau Platz für uns drei, lade sie somit in mein Frühstücksgefährt ein. Sie bringen ihre Utensilien mit, ich stelle meine auf den Tisch, die Kombination verspricht ein tolles morgendliches Mahl. Nicht nur das Essen ist ein Genuss, sondern auch das sehr angenehme wir sehr interessante Gespräch, über 3 ½ Stunden.

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Ana kommt aus Uruguay, ist seit 4 Jahren mit ihrem faszinierenden selbstausgebauten Mini-Wohnmobil unterwegs, hat vor 1 Jahr ihre aus Mexiko stammende Freundin Estefania überzeugen können, gemeinsam auf Weltreise zu gehen. Beide haben ihren sicheren Job aufgegeben, Ana als Lehrerin, Estefania als Ärztin, um irgendwie in den verschiedensten Ländern Geld zu verdienen, um weiter „on the road“ zu sein. Da ihr jetziger Van schon über 20 Jahre alt ist, diverse Reparaturarbeiten notwendig werden, überlegen sie, sich demnächst, in Europa, eine etwas größere Bleibe zu erwerben. Von diversen anderen Travellern ist ihnen empfohlen worden, sich mit einem Sprinter auseinanderzusetzen. Würde ihnen sehr sehr gerne in Deutschland, oder auch sonst wo helfen, zunächst ein Auto zu suchen und zu finden, dann beim Ausbau, den sie erneut selber machen wollen, mit Empfehlungen und meiner Erfahrung zur Seite zu stehen.

Ein faszinierendes Auto, Marke Eigenbau:

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Sie haben sogar eine Dusche darin, die sie auch benutzen, mit … einer Gastherme, wie man sie normalerweise nur in Häusern findet!

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Würde total gerne mit ihnen eine Teilstrecke gemeinsam reisen, doch sie zieht es aus visumstechnischen Gründen recht schnell gen Mexiko. Dort wollen sie eine Weile gemeinsam arbeiten, um dann wahrscheinlich nach Europa zu kommen. Wir verabreden im Kontakt zu bleiben …

Anschließend versuche in meine Fairbanks-Freunde zu kontaktieren, erreiche jedoch niemanden, kann nur Messages hinterlassen.

Fahre zur Bücherei, um dort in Ruhe zu schreiben, das Internet zu nutzen. Wider Erwarten ist die Leitung jedoch so schlecht wie noch nie in den von mir immer wieder aufgesuchten Häusern, so dass ich leider weiterziehen muss. Da ich Sven’s Hostel kenne, probiere ich mal das andere im Reiseführer erwähnte Hostel „Billie’s Backpackers“ aus.

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Ganz toll, mit liebevoller Einrichtung. Das einzige, was für mich momentan wichtig ist: Eine Dusche. Doch eine angenehme Umgebung, mit brauchbarem WIFI, ist natürlich nicht schlecht.

Bekomme diverse SMS von meinen Kontakten: Peggy ist in der nächsten Zeit sehr beschäftigt, hat keine Zeit für ein Treffen. Mit Leonard verabrede ich mich für morgen 12 Uhr an seiner Uni – freue mich sehr. Grant und Libby sind offensichtlich mit der Familie unterwegs, vielleicht ist morgen ein Treffen möglich.

Abends telefoniere ich endlich wieder mit der Heimat!

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