3.7.2017, Montag, Homer, Alaska, USA, Tag 41

Komme vormittags an einer „Winery“ vorbei, die auch im Reiseführer erwähnt wird. Nehme an einer kurzen Führung durch das kleine Familienunternehmen teil. Sie haben vor 12 Jahren angefangen, hier aus den verschiedensten Früchten, u.a. aus Rharbarber, Wein herzustellen. Mit offensichtlichem Erfolg, für den die kürzlich angeschaffte automatisierte Abfüll-Anlage spricht. Wenn ich es richtig verstanden habe, importieren sie aus den verschiedensten Teilen der Welt „Traubensäfte“, vermischen sie mit ihren Produkten, und vermarkten dann recht pfiffig den „Alaska-Wein“. Sie bieten für 5 Dollar eine Weinprobe an, an der ich teilnehme. Meine Bewertung: Gut schmeckender Fruchtsaft, der mit meinem oder unserem Verständnis von Wein nicht viel zu tun hat. Trotz der stolzen Preise (pro Flasche zwischen 20 und 30 Dollar) gibt es zahlreiche Käufer, die mal eben für einen Sixpack mehr als 100 Euro ausgeben.

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Das ist Rharbarber:

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Auch die zum „Weingut“ gehörige Lodge ist recht ansprechend.

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… mit Whirlpool für die Gäste:

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Überall, wie auch bei Mac Donald und anderen Fast-Food-Tempeln, Drive-Inn-Angebote, auch wenn’s nur ein Kaffee ist.

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Homer ist schon ein Treffpunkt von kreativen Menschen, es gibt diverse Häuser, Geschäfte, oder einfach nur Wände, die sehr außergewöhnlich und attraktiv gestaltet sind.

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Mittags bin ich im Gemeindehaus, wo ich bei der wöchentlich stattfindenden Ausgabe von Lebensmittel an Bedürftige helfe. Kenne das Szenario von der Wattenscheider Tafel, doch habe ich den Eindruck, dass es den Armen hier noch bedeutend schlechter geht als denen bei uns. Die hiesige Gemeinde arbeitet mit der Stadtverwaltung von Homer zusammen, kauft wöchentlich für ca. 2.000 Dollar Lebensmittel, u.a. kistenweise Konserven, die dann systematisch an die Registrierten ausgegeben werden. Bisher bin ich nur mit dem Reichtum der Amerikaner, u.a. mit den Tausenden auf der Straße rollenden Luxusvillen konfrontiert worden. Hier sehe ich nun einen Teil der westlichen Welt, so wie wir ihn teilweise in Fernsehreportagen aus amerikanischen Großstädten, oder auch Dörfern, gezeigt bekommen.

Nachmittags erstehe ich endlich meine lang ersehnte lokale SIM-Karte, so dass ich nun ein lokales Handy habe, hier vor Ort telefonieren und SMS verschicken kann, und … von Deutschland aus per Skype oder mit einer günstigen Vorwahl besser zu erreichen bin, wenn … das Internet nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte oder könnte. Für 25 Dollar kann ich nun 1 Monat lokale oder nationale Gespräche führen.

 

 

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