Zwischen den Tagen …

… am Strand von Deep Creek (Donnerstag, 6.7.2017, Nachmittag), auf dem Weg von Homer nach Anchorage.

Bevor ich mir jetzt, und heute Abend, und morgen, Mühe gebe, die letzten Tage zu beschreiben, hier meine momentanen Gedanken, eine „schriftliche Momentaufnahme“ (ohne Fotos):

Hatte nach einigen Kilometern „on the road“ etwas Appetit, so dass ich die beiden Stücke Pizza von gestern verspeist habe. Genieße den Blick aufs Meer, die Ruhe, nach dem ich die letzten Tage pausenlos unterwegs war. Habe das Gefühl, bin mir recht sicher, dass die Tage in Homer für die weitere Entwicklung des Vereins, auch der Stiftung, sehr maßgeblich sein werden. Die Zeit, die ich mit Pat und Megumi verbracht habe, verging wie im Fluge. Speziell zu Pat hatte ich einen ganz besonderen Draht, es war einfach toll, sich mit ihr über die unterschiedlichsten Themen zu unterhalten. So zum Beispiel gestern Abend, als sie mich nur noch zu meinem „Rolling Home“ bringen wollte, wir uns aber dann noch fast eine Stunde in ihrem Auto über „Zufälle“ ausgetauscht haben. Sehr sehr interessant.

Bin extrem gespannt, wie es mit UNITED PAINTINGS in diesem Teil der Welt weitergeht. Die geknüpften Kontakte, speziell mit den unterschiedlichen Rotariern und deren Ambitionen, geben Grund zu einem Optimismus. Jane, die Präsidentin von einem der beiden in Homer ansässigen Clubs, hatte sehr schnell die Idee, auf das internationale Treffen ihres Vereins im Hamburg im Jahr 2019 hinzuarbeiten. Bis dahin sollten derartig viele Kinder in verschiedenen Ländern gemalt haben, dass es unser Banner ins Guiness-Buch der Rekorde schafft. Ich denke, dass es jetzt schon, mit den 4.800 Metern, reichen würde. Doch was haben wir davon? Uns fehlt es an „engagierten“ Mitgliedern, die Spaß daran haben, nicht nur für sich „auf ihrer Scholle“, sondern in unterschiedlichen Städten und Ländern „Für Freundschaft ohne Grenzen“ etwas zu bewegen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir mit dem nationalen und internationalen Netzwerk der Rotarier, ebenso der UNITED Methodist Church, in den nächsten Wochen und Monaten ein ganz neues Fundament aufbauen können.

Nicht nur aus diesem Grund habe ich mich in Homer sauwohl gefühlt. In dieser kleinen, doch extrem beschaulichen 5.000-Seelen-Stadt fühlte ich mich wie zuhause, hätte mir unter anderen Umständen vorstellen können, dort noch einige Wochen zu verbringen. Jetzt im Sommer gibt es zu den Einwohnern, von denen sicherlich viele auch irgendwo anders Urlaub machen, noch Hunderte von den Riesen-Wohnmobilen, konzentriert auf der Landzunge (dem „Spit“). Hobby Nummer eins dieser Reisenden: Angeln. Ob auf Hoher See, in den nahegelegenen Flüssen, irgendwo mit Kanus oder sonstigen Booten in den Nationalparks – überall sind die mit den Angelruten ausgerüsteten Fischer unterwegs. Von diesem Hobby leben im gesamten Alaska Tausende von „Zuarbeitern“. Ob Flugzeugeigner oder Bootsbesitzer, die unterschiedlichsten Unternehmen profitieren von diesem sogenannten Sport. Ich als Unwissender kann bisher dort keine sportlichen Aktivitäten entdecken. Ähnlich sehe ich den „Jagd-Sport“. Habe gehört, dass speziell viele Deutsche hier Urlaub machen und Indianer spielen. Nur leider nicht mit Pfeil und Bogen, sondern mit High-Tech-Gewehren, mit denen sie aus großen Entfernungen große Tiere erlegen, anschließend voller Stolz zuhause die Geweihe, oder das Fell eines erschossenen Bären präsentieren. Ist das Sport?

Doch vielleicht erlebe ich ja noch Abenteuer auf dem Wasser (ganz sicher gehe ich nicht auf die Jagd), die mich eines Besseren belehren.

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