27.6.2017, Dienstag, Ninilchik, Alaska, Tag 35

Werde um 9 Uhr wach: Grau draußen, 13 Grad, jedoch (zur Zeit) kein Regen.

Frühstücke in „Tito’s Discovery Café“: Ein Stück Quiche + Tasse Schokolade = 17 Dollar.

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Entscheide mich doch nicht nach Anchorage zu fahren, sondern Richtung Homer. Also zunächst an die Küste, nach Kenai, wo ich in einem kleinen interessanten Museum, das dem dortigen Visitor-Zentrum angeschlossen ist, verweile. Film über die „First Nation“, die Ureinwohner Alaska.

Auch andere ehemalige Bewohner dieses Gebietes werden sichtbar gewürdigt. Unter anderem, in dem man ihre Stätten pflegt, nicht zuletzt, um sie zu touristischen Zielen zu machen. Wie diese russisch-orthodoxe Kirchen:

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Welcher Leser weiß, dass Alaska einige Jahre russisches Staatsgebiet war? 1867 wurde dieses riesige Land für 7,2 Millionen Dollar an die Amerikaner verkauft. Das wird viele Patrioten im ehemaligen Zarenreich auch heute noch ärgern, dass sie dieses wertvolle Territorium, speziell aufgrund der Erdöl-Entdeckungen, an die Erzfeinde verscherbelt haben.

Von Kenai fahre ich die Küstenstraße Richtung Homer.

Auf diesem Streckenabschnitt erlebe ich ein ungeplantes Abenteuer. Da teilweise das Meer in Sichtweite des gut ausgebauten Highways ist, versuche ich, eben dieses zu erreichen, was mir auch gelingt. Nur … dass aus Asphalt Schotter wird, dieser dann in Sand übergeht, damit habe ich nicht gerechnet. Aber da in Sichtweite am Wasser auch diverse Auto parken, mache ich mir keine großen Gedanken, schalte den Allrad ein, was auch zunächst funktioniert, dann aber leider nicht mehr. Ich sitze fest! Was tun? Zu den Fischern gehen, sie um Hilfe bitten? Ich versuche es mit Vorwärts- und Rückwärtsfahren, versuche mich „rauszuschaukeln“. Nach diversen Versuchen gelingt es mir auch …. für ein paar Meter. Und wieder sitze ich fest. Habe leider keinerlei Erfahrung in derartigen Situationen, doch mein Optimismus lässt mich nicht verzagen. Und schließlich, es dauert sicherlich 10 bis 15 schweißtreibende Minuten, gelingt es mir diese Tiefsandfläche – es sind vielleicht 10 bis 20 Meter – zu verlassen. Diverse Männer in der Nähe, die ich nicht auf dem Schirm hatte, applaudieren mir aufgrund meines für alle überraschenden Erfolges. Diese Allrad-Erfahrung werde ich nicht vergessen. Aber warum haben es die anderen dort parkendenden Auto geschafft, was mir nicht möglich war? Wahrscheinlich aus einem ganz einfachen Grund: Sie wiegen weniger als die Hälfte meines Gefährts, und … sie haben eine andere Bereifung.

Im Nachhinein wäre es vielleicht auch ganz spannend gewesen, mit Hilfe von Irgendwem, irgendeines hubraum—und PS-starken Trucks, dort herausgezogen zu werden … Ich hätte zumindest meinen kleinen Bier-Vorrat gespendet!

Mein Hunger treibt mich in eine im Reiseführer beschriebene Pizzeria. Na ja, nicht wirklich das, was wir darunter verstehen, denn so gut wie überall dominieren die Burger. Habe ich schon mal auf dieser Reise eine Pizza getestet? Kann mich nicht erinnern. Sie schmeckt, wie prognostiziert, super! Nehme die letzten beiden Stücke mit, für morgen.

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Finde einen tollen Stellplatz, direkt am Meer:

 

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Wenn jetzt noch das Wetter besser wäre …

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