22.6.2017 Donnerstag, Valdez, Alaska, Tag 30

Der morgendliche Wetter-Check sieht so aus:

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Also drehe ich mich nochmal rum, werde ohnehin einen sehr relaxten Tag einlegen. Theoretisch toll ist, dass ich auf dem Campingplatz Internet habe. Praktisch ist die Leitung, möglicherweise wegen des Regens, sehr schwankend. Aber es klappt zum einigermaßen Telefonieren, kann auch einige Fotos auf den Rechner bringen.

Was bin ich froh, dass ich nicht auf der Fähre bin: Es wäre eine reine Schiffstour von A nach B gewesen, ohne jegliche Sicht. Und genau das ist es ja, was diesen Teil der USA auszeichnet: Die außergewöhnliche Landschaft.

Irgendwann hört der Regen auf, auch die Wolken werden etwas weniger. Fahre zur Fährstation, um zu versuchen, für Samstag ein Ticket zu erstehen. Geschlossen. Auf zum Tourist-Office, die mir helfen, in dem sie mit dem Fähr-Unternehmen telefonieren. Es ist erwartungsgemäß wieder alles ausgebucht, ich kann mich nur als „Standby-Passagier“ listen lassen, muss übermorgen um5:30 Uhr, 2 Stunden vor der Abfahrt, dort sein.

Da es nicht mehr so heftig nach Regen aussieht, sich auch der im Tal hängende Nebel verzieht, überlege ich zu dem 50km entfernten Gletscher zu fahren, den ich gestern nur hinter einer grauen Wand erahnen konnte. Dann könnte ich auch auf dem in der Nähe gelegenen staatlichen Campingplatz übernachten. Vielleicht bin ich dort ja schon über den Wolken, da es schon 1.000 Meter Höhendifferenz ist.

Auf dem Weg passiere ich einige Wasserfälle …

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Vom Anblick des Gletschers bin ich etwas enttäuscht.

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Ja, es ist einer, aber ein recht kleiner. Vielleicht bin ich verwöhnt? Oder es ist wirklich so, dass die Amis aus jeder Chance eine kleine Sensation machen möchten? Ich denke es ist beides. Auf jeden Fall sind die Museen „mit Vorsicht zu genießen“. Jeder Sammler eröffnet hier ein Museum, um sich entweder in seiner Heimatstadt zu profilieren, oder um zu versuchen, mit so gut wie Nichts den Touristen ein paar Dollar aus der Tasche zu holen.

Die Landschaft ist, aufgrund der Wolkenbildung, schon recht fotoattraktiv.

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Verbringe eine unspektakuläre Nacht am „Baubeer-See“, hoffe auf morgige bessere Sicht, und vielleicht etwas blauen Himmel.

 

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