19.6.2017, Montag, Destruction Bay, Yukon, Kanada, Tag 27

Stehe um 8 Uhr auf, gehöre wohl damit zu den Spätaufstehern auf dem Campingplatz. Die meisten der großen Wohnmobile sind schon weg.

Mache mir keinen Stress, nehme mir vor, einen schönen Frühstücksplatz innerhalb der nächsten Stunde, irgendwo rechts oder links vom Alaska Highway zu suchen und zu finden.

Das klappt dann auch, auf einem staatlichen Campingplatz an einem See:

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Im Gegensatz zu den privaten gibt es dort keine Rezeption, keine Verwaltung vor Ort, man baut auf die Ehrlichkeit der Besucher, die sich selbst registrieren, ihre Personalien und die Kreditkartennummer auf ein Formular schreiben, oder Bargeld in einen Umschlag legen, dann alles in den Briefkasten werfen.

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Diese Plätze sind sehr günstig, kosten zwischen 12 und 20 Euro, sind gut gepflegt, werden wahrscheinlich täglich kontrolliert, unter anderem werden sie dann mit Brennholz versorgt:

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Hier gibt es eine Fledermaus-Pflegestation:

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Gerne würde ich mir das Schauspiel abends mal an ansehen, doch deswegen hier zu bleiben … ich ziehe weiter.

Erreiche dann gegen Mittag Whitehorse.

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So wie es aussieht, bin ich schon recht viel gefahren. Es war jedoch die reinste Spazierfahrt, ohne jeglichen Streß.

Bin also jetzt in der Hauptstadt des Yukon. Steuere zunächst das Visitor-Info-Center an, um … das WIFI zu checken. Funktioniert zunächst auch super, bekommen alle Fotos synchronisiert, mache meine Hausaufgaben, und … telefoniere mit der Heimat.

Mein Besuch bei einer Bank bringt mich einen kleinen Schritt weiter: Irgendetwas ist mit meinen 2 Karten nicht in Ordnung. Damit bekomme ich hier auf jeden Fall kein Geld, da die Geheimzahlen (beide!) nicht funktionieren. Da sie aber erstaunlicherweise fast immer beim Tanken und beim Bezahlen in bisher allen Geschäften und Campingplätzen funktionieren, ist das Problem nicht sehr akut. We’ll see.

Schade, hatte vergessen zu fragen, was es mit diesem Poster (in einer Bank!) auf sich hat!

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Finde es auf jeden Fall beachtlich!

Es kleiner Bummel durch die Stadt vermittelt mir den Eindruck, das sie zwar ganz nett ist, mich jedoch nicht hier behalten wird.

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Dieses „Kirchenmuseum“ hätte ich gerne besichtigt, es ist jedoch leider schon geschlossen.

Yukon-Quest! Schon mal gehört?

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Daran hätte ich ein sehr großes Interesse (als Besucher!), dieses berühmte Hundeschlittenrennen, über das ich im deutschen Fernsehen mal eine Reportage gesehen habe, zu erleben. 1.700 km durch die Natur, bei Temperaturen zwischen -20 und -40 Grad. Eine Art kanadische Iron-Man-Veranstaltung.

Das Wetter ist mal wieder durchwachsen, bewölkt, ab und zu regnet es. Erneut im Tourist-Office klappt es zu meiner Überraschung wieder nicht, mit dem Internet.

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Dann, gegen 19:30 Uhr, fahre ich weiter, das Wetter wird besser. Bin gespannt, wo ich heute Abend lande. Es ist einfach toll, dass die Tage so lang sind:

 

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Die Fahrt führt mich gen St. Elias Range, dem Küstengebirge am Golf von Alaska, in dem sich einige der höchsten Berge Kanadas befinden. Und auch der höchste, der Mount Logan: 5.959 Meter.

Dann wird die Landschaft absolut spektakulär, was auch mit der Tageszeit und dem Licht zu tun hat. 22:30 Uhr, und die Sonne steht noch relativ hoch am Himmel! Befinde mich augenscheinlich auf einem Hochplateau, umgeben von den hohen Bergen:

 

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Dann, am Straßenrand, gegen 23 Uhr, erneut eine Bären-Begegnung, diesmal mit einem sehr stattlichen Bräunbären, und 2 kleinen süßen Jungen:

 

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Als die 3 fressend näher zum Auto kommen – bis auf eine Distanz von ca. 10 Metern – weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Dann kommt noch ein Auto, deren Insassen sich auch das Schauspiel anschauen möchten. Doch die Familie hat keine Lust mehr sich beobachten zu lassen, sie verschwindet im nahegelegenen Wald.

Bin so beeindruckt wie noch nie auf der Tour, vom Zusammenspiel von Landschaft und Licht!

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Und finde dann noch eine tolle Stelle, in „Destruction Bay“, direkt an dem riesigen Kluane Lake. Der Hunger treibt mich zu einer kleinen Portion Kartoffelsalat, und … einem Guinness. Das macht Mut, so dass ich erstmalig meinen Allrad teste, um einen wirklich optimalen und für mich außergewöhnlichen Nacht- und Morgenplatz zu genießen. Hoffe ich mache keinen Fehler, und sitze morgen fest!

Diese Aufnahmen entstehen um 23:40 Uhr:

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What a night!!! Der spektakulärste Abend der bisherigen Reise!

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