Montag, 12.6.2017, Banff, Alberta, Kanada, Tag 20

Fahre zunächst zu einer nahegelegenen Tanke, um meine obligatorische heiße Schokolade, und, Premiere, ein Sandwich mit Ei, zu mir zu nehmen. Das Gummi-Teil schmeckt wie ich es erwartet habe: Man kann’s essen, ist nur für einen „normalen“ deutschen Gaumen gewöhnungsbedürftig.

Um 7:30 Uhr bin ich an der Mercedes-Station, um das von meinem Motor gewünschte Additiv zu kaufen. Das klappt auch reibungslos, sie kennen die Bezeichnung „Add Blue“, verkaufen mir jedoch etwas anderes, eine klare Flüssigkeit. Ich muss 2 x 10 Liter abnehmen, für ca. 20 Euro. 10 Liter gehen in den Tank, der dann ¾ gefüllt ist. Den 2. Kanister muss ich demnächst benutzen.

Das tolle an dem großen und sehr modernen Mercedes-Center, neben den Toiletten, ist das im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungen sehr schnelle Kunden-WIFI. So kann ich aus dem bequemen Ledersessel heraus nicht nur mit Kordula telefonieren, sondern auch Fotos transferieren. Auch von meinem Auto heraus funktioniert das Netz!

Freue mich über das erneut optimale Wetter: Sonne, keine Wolke am Himmel. So wird die Fahrt Richtung Banff wieder zu einem Panorama-Vergnügen.

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Alberta ist ja das Land der Cowboys. Das wurde mir schon gestern vorgeführt: Sehr große Viehzucht-Betriebe, die den Eindruck erwecken, dass die Tiere herrenlos das machen können, was ihnen Spaß macht: Fressen. Und offensichtlich nicht, wie bei uns, auf einer begrenzten Weidefläche, hier kennen die Kühe keine Grenzen. Die einzigen Zäune, die man sieht, sind die zu den Landstraßen.

Und da die echten Cowboys zeigen möchten, was sie technisch so drauf haben, gibt es an vielen Orten Albertas Rodeos:

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Nach dem sich mein Magen meldet, dass er mit dem Ei-Sandwich fertig ist, finde ich auch einen tollen kleinen See an der Strecke, der zu einer Pause einlädt. So habe ich mir die Tour vorgestellt!

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Dank meines halbwegs gefüllten Kühlschranks bin ich in der Lage, ein leckeres (und auch gesundes) Brunch herzurichten:

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Das, was Ihr hier u.a. seht, ist Griechischer Yoghurt mit Limette und Honig – saulecker!

Erstmalig benutze ich meine Camping-Bestuhlung, hoffe, dass sie demnächst sehr häufig zum Einsatz kommt.

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Das ist eine sehr wichtige Installation: Ein Teil meiner Wasser-Versorgung, die den technisch defekten Part zur Zeit ersetzt. Habe in meiner Naßzelle noch einen Wasser-Kanister, den ich eigentlich gar nicht brauche, den ich vielleicht demnächst irgendwo verschenken werde.

Immer wieder Bilder wie gemalt:

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Dann erreiche ich Banff, und … zur Abwechslung mal wieder einen Campingplatz. Das ist hier in dem Nationalpark auch nicht anders möglich. Man hat keine Möglichkeit frei zu campieren, oder, besser gesagt: Es ist nicht erlaubt.

Das ist die Einfahrt:

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Hier werde ich gefragt, ob ich Lagerfeuerholz haben möchte. Leider nein – das ist mir hier und heute zu aufwendig, auch habe ich vor, downtown irgendwo etwas zu essen. Demnächst werde ich auf dieses Angebot sicherlich eingehen. Toll, dass hier auf jedem Campingplatz eine Feuerstelle zur Parzelle dazugehört.

Mein Stellplatz:

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Da es noch sehr warm ist, ca. 24 Grad plus Sonne, komme ich bei meinem ca. 45 minütigem Spaziergang Richtung Downtown etwas ins Schwitzen. Der Rucksack mit dem Laptop ist zwar nicht schwer, sorgt aber für ein nasses T-Shirt.

Wie ist das international renommierte Banff? Wie viele europäische kleine Alpen-Städte, ob Val D’Isere, St. Moritz oder Kitzbühl: Ganz interessant sie mal zu sehen, doch aufhalten dort: Nein danke! Wenn ich mir vorstelle, dass das jetzt die Vorsaison ist (es ist aus meiner Sicht richtig voll downtown), ich möchte mir nicht ausmalen, wie es hier im nächsten Monat zugeht: Wie am Freitag Abend auf einer Kirmes. Flanieren und Shoppen, bis der Arzt kommt. Das ist nicht meine Welt.

Um das mit 2 Zahlen zu verdeutlichen: Es gibt hier 7(!) Campingplätze, mit ca. 1.800 Plätzen! Momentan ist mein Platz (für 618 Urlauber), den ich zufällig erwischt habe, vielleicht zu einem drittel gefüllt. Wenn es jetzt schon morgens in dem Waschhaus mit den 2 Duschen für ein gewisses Areal eine kleine Schlange gibt, wie sieht das im Juli/August aus?

Auch optisch ist das kleine Städtchen ganz nett, doch finde ich die Atmosphäre in den alpinen Resorts vergleichsweise schöner.

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Ein Falaffel-Teller ist genau das, was ich mir wünsche, leider gibt’s kein Bier dazu.

Nach dem anschließenden Heimweg falle ich todmüde „in mein Bett“.

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