Freitag, 9.6.2017, westl. von Winnipeg, Manitoba, Kanada, Tag 17

Hier bin nun also gelandet, in Kenora:

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Ein Fleckchen, das ich hoffentlich noch mal besuchen werde, ob im Sommer oder Winter. Auch Letzteres finde ich sehr interessant, wenn alle Seen, und das sind unzählige, auf einer Riesen-Fläche, zugefroren sind, es dann „Eisstraßen“ gibt.

Fahre morgens zum Tourist Information Center, unterhalte mich sehr interessant mit einer Angestellten, Tracy. Sie erzählt u.a., dass sie und ihr Mann eine Art alternativen Bauernhof führen. So etwas würde ich natürlich gerne sehen. Nur … 1 Autostunde von hier entfernt, in die Richtung, aus der ich komme – leider. Sie gibt mir ihre Adresse … just in case. Am Ende der Unterhaltung eine Überraschung: Sie ist die „Ehemalige“ von Steve! Somit kenne ich vom Hörensagen auch ihre 3 Kinder, von denen ich 2 (ihre Söhne) möglicherweise in Whistler, dort wo sie arbeiten, besuche. Welch ein Zufall!

Endlich will ich mal an einem ruhigen Tag meine Kommunikations-Aufgabe angehen. Heißt: Eine lokale Handy-Karte erwerben, mit der ich dann auf der einen Seite hier in Kanada telefonieren kann, auf der anderen Seite über Skype extrem kostengünstig aus der Heimat erreichbar bin. So dachte ich es mir auf jeden Fall, so funktioniert es in Indien oder sonstwo in der Welt, nicht aber in Kanada. Nach einer sehr langen Beratung – die Angestellte in dem kleinen Telefonladen war mit dieser Aufgabe etwas überfordert, musste diverse Male und lange telefonische Auskünfte einholen – gehe ich unverrichteter Dinge aus dem Shop. Das, was sie mir anbieten konnte: Eine Karte, bei der eine Minute Anruf aus Deutschland zwischen 2 und 3 Dollar kostet, für mich als Angerufenen. Das ist wohl offensichtlich hier normal, dass immer beide Telefonteilnehmer für ein Gespräch bezahlen. Die Bemühte empfiehlt mir, mich in Calgary nach anderen Gesellschaften und Angeboten zu erkunden.

Nachdem ich morgens mit Gerald abgemacht hatte, ihn nachmittags anzurufen, dann einen Treffpunkt auszumachen, um den Abend noch mit den beiden Jungs zu verbringen, höre ich leider nur seinen AB. What shall I do? Nach kurzer Überlegung entscheide ich mich für’s Weiterfahren.

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Fühle mich wie ein Trucker. Ich denke, dass auch sie beim Fahren alle Mögliche machen, so zum Beispiel essen.

Ein Hoch eine tolle Erfindung: Der (oder heißt’s doch das?) Tempomat. Das ist auf diesen Strecken, auf denen es häufig zig Kilometer gerade aus geht, sehr wenig Verkehr ist, eine wirkliche Erleichterung. Zumal, da man sonst immer die Geschwindigkeit im Blick haben muss. So stelle ich 93 km/h ein, bei 90 erlaubten, und lasse laufen.

Fahre bis ich müde werde, gegen 24 Uhr, bin dann weit westlich von Winnipeg.

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