Samstag, 3.6.2017, Mattawa, Ontario, Kanada, Tag 11

Es hat heute Nacht wieder heftig geregnet, morgens ist es zwar trocken, doch sicherlich nicht mehr sehr lange, die dunklen Wolken bringen (für mich) nichts Gutes. Und … 10 Grad. Unter diesen Umständen fällt die geplante Wanderung aus.

Da ich nicht „im Wald“, sondern lieber „mit Sicht“ frühstücken möchte, fahre ich zunächst weiter, auf der Suche nach einem geeigneten Fleckchen. Das ist, wie ich es in den letzten Tagen erlebt habe, nicht unbedingt einfach: Überall dort, wo Wasser ist, egal ob ein Fluss oder ein See, sind die Ufer Privatbesitz, stehen Häuser. Finde dann glücklicherweise eine Ausnahme, eine kleine Straße, die an einem Fluss endet. Als ich gerade dabei bin, mir Teewasser zu kochen, kommen Leute (die kein Englisch, nur Französisch sprechen), die mir begreiflich machen, dass sie mit ihren Booten dort aufs Wasser möchten. Na klasse!

Die Alternative: Zur nächsten Tanke, wie gehabt ne heiße Schokolade, und dortiges Frühstück, im Auto.

Habe mich entschieden, weder Montreal, noch Ottawa anzusteuern, sondern … relativ zügig gen Westen zu ziehen. British Columbia, Yukon, und Alaska, das sind die Ziele, die mich mehr reizen als die sicherlich auch sehenswerten und interessanten Städte hier im Osten.

Auch ein Argument, was mich recht schnell, doch stressfrei, in diese Richtung zieht: Der August ist in Kanada, und wahrscheinlich auch in Alaska, der absolute Hauptreisemonat. Heißt: Es ist voll, überall. Insofern möchte ich versuchen, möglichst vor dem „Strom“ diesen Teil Nordamerikas zu entdecken. Bin sehr gespannt, ob und wie mir das gelingt.

Einen Fixpunkt habe ich: Zwischen dem 3. und 5. August möchte ich in Whitehorse sein. Charly fliegt am 2.8. nach Vancouver, dann von dort weiter zu seinem wahrscheinlich ersten Arbeitsort in Whitehorse, wo wir uns verabredet haben.

Nachmittags finde ich dann das, wonach in lange gesucht habe: Eine frei zugängliche Stelle zum Wasser, in dem kleinen Städtchen Montebello. Schön ist es hier schon, aber wo ist der Monte? Egal, ich freue mich über das mittlerweile super Wetter: Die Sonne scheint, es sind 19 Grad! Mache ne lange Pause, bei geöffneter Schiebetür, mit dem Blick auf den See. So soll’s sein.

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Dann wieder auf der Bahn, tief gen Westen. Finde gegen 22 Uhr ein ruhiges Schlafplätzchen in irgend nem Dorf.

 

 

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