Donnerstag, 1.6.2017, Québec City, Québec, Kanada, Tag 9

Nehme mir vor, gleich auf dem Campingplatz in aller Ruhe zu frühstücken – sind ja nur noch ein paar KM.

Muss noch eine Fähre nehmen. Habe Glück: Die Höhe für die Fahrzeuge ist auf 3,30m beschränkt. Ich habe 3,10! Denke, dass ich ansonsten einen Riesen-Bogen hätte in Kauf nehmen müssen.

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Mein zunächst eingegebenes Ziel eines Campingplatzes (aus dem Navi, das bisher wirklich sehr gute Dienste geleistet hat) führt mich durch kleine Gassen der Altstadt. Bin sehr froh, dass ich kein MAN-Gefährt besitze! Am vermeintlichen Ziel stehe ich vor einem ganz normalen Mehrfamilienhaus. Das kann’s nicht sein. Neues Los, neues Glück. Lande einen Treffer, ca. 12 km nördlich der City, leider etwas abseits vom Schuss.

Die Platz-Betreiber nehmen ihren Job sehr genau: Da ich um 9:30 Uhr dort bin, habe ich die Wahl zwischen Zahlung eines Aufpreises von ca. 8 € – für die Zeit bis 13 Uhr – oder ich kann später nochmal wiederkommen. Bleibe. Bezahle insgesamt ca. 35€!! Und das ohne Strom- und Wasseranschluß.

Trinke erstmal ne heiße Schokolade, und … nutze das Internet, um mit der Heimat, sowohl mit meiner Ma, und auch mit Kordula, zu telefonieren. Höre dann von der netten Rezeptionistin, dass es einen Shuttle-Service in die City gibt, für ca. 6 € pro Fahrt, um 11 Uhr. Eigentlich wollte ich den Tag ruhig angehen, frühstücken, meine „Hausaufgaben“ (Blogschreiben) erledigen, und … duschen. Dann reizt mich die City doch mehr, so dass ich mich ein wenig sputen muss, um die Chance nicht zu verpassen. Mit mir im Auto ein im wahrsten Sinne des Wortes sprachloses relativ junges Ehepaar. Meine Konversationsversuche münden in ein Yes und oder No. Ok, dann ist das so.

Da sich mein Magen meldet, muss ich zunächst etwas gegen das Hungergefühl tun. Habe, wie überall auf der Welt in Zentren, die Wahl zwischen diversen Fast-Food-Angeboten, bin froh, dass ich keinen kleinen Sushi-Laden entdecke.

Anschließend spaziere ich diverse Stunden durch die äußerst attraktive Altstadt, versuche die Atmosphäre mittels Fotos nach Europa zu vermitteln. Offensichtlich empfinden das viele Touristen so, denn es wimmelt von Menschen mit Stadtplänen und/oder fotobereiten Smartphones in den Händen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich jetzt hier in der Vorsaison befinde, so möchte ich mir nicht ausmalen, wie es Vieux-Québec in ein paar Wochen aussieht. Venedig- oder auch Brügge-Erinnerungen werden wach. Habe mal wieder großes Glück mit dem Wetter: Der Himmel reißt auf, einige Schichten meiner zwiebelartigen Umhüllung wandern in den Rucksack. Der erste kanadische Spaziergang im T-Shirt! Wonderful!

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Hatte heute morgen die Wahl zwischen Shuttle zurück zum Camping-Platz um 17:30 Uhr, und 22.30 Uhr. Da ich mir ein leckeres Abendessen genehmigen werde, in einem der unzähligen kleinen Bistros (siehe unterstes Foto), habe ich mich für die spätere Heimfahrt entschieden. Während des Verzehrs meiner leckeren Fischplatte gießt es draußen wieder in Strömen.

Recht erschöpft falle ich gegen 23:30 Uhr in mein Rolling-Home-Bett.

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