Sprinter-Abgabe in Antwerpen

 

DB-Bus
Der neue DB-Service

Montag, 8.5.2017

Der Start der „großen Expedition“: Die Abgabe meines Sprinters in Antwerpen.

Sitze gerade in einem „DB-IC-Bus“, wäre fast in Antwerpen gestrandet, da ich um 15:45 etwas nervös wurde: Auf der Anzeigetafel im tollen historischen Hauptbahnhof kein Zug nach Deutschland! Zumindest nicht zu der auf dem Ticket sichtbaren Zeit 16.00 Uhr. Die Info auf meinem DB-Ticket: 1 Sitzplatz, Wg. 1, Platz 45, 1 Fenster, Großraum, Nichtraucher, Res.Nr. … Tja, und die hilfsbereite Dame im Tourist-Office erklärte mit dann in aller Schnelle, dass ich nicht in einem Zug nach Düsseldorf fahre, sondern in einem Bus, der vor dem Bahnhof auf seine Fahrgäste wartet. Also schnellen Schrittes nach draußen, um nicht nur die Rücklichter zu sehen.

Mein Fahrer erklärt mir auf meine Frage, dass es diesen neuen Service der DB seit einigen Monaten gibt, mit hochmodernen, beeindruckenden Bussen der Firma Gröger aus Hattingen, WLAN an Bord, so dass ich nicht nur meine Mails lesen, sondern auch gratis telefonieren kann.

Erwähnenswert: Die Fahrt von Antwerpen nach Bochum kostet mich 19 Euro, während ich für die Fahrt vom Hafen in die City, zum Hauptbahnhof (ca. 20km), 60 Euro bezahlen musste.

Glücklicherweise konnte ich mir diese heftigen Taxi-Kosten mit meinem „Leidensgenossen“ Torsten teilen. Auf die Entwicklung dieses neuen „Kontaktes“ bin ich total gespannt!! Nachdem meine Versuche, mit diversen LKW-Fahrern aus dem Hafengebiet mitgenommen zu werden, scheiterten, musste ich mir Wohl oder Übel ein Taxi bestellen, lernte dann zufällig Torsten dort kennen, der dort ein „ähnliches“ Auto zurücklassen musste. Er musste auch in die City, um von dort über Brüssel nach Berlin zu reisen. Sein Gefährt: Ein von der Bundeswehr gekaufter MAN, mit 2.000 km Laufleistung, mit einer „Kabine“, ausgebaut nach seinen Vorstellungen und Wünschen. Er lebt mir seiner Frau und seinem 10-jährigen Sohn in Indonesien, ist 2 bis 3 Mal im Jahr in Deutschland, wird, ebenfalls in Etappen, von Halifax nach Südamerika reisen. Die gemeinsame Taxifahrt war so interessant, dass wir das Gespräch in einem Café des Bahnhofs noch 3 Stunden fortsetzten, mit meiner ausgesprochenen „Frühstücks-Einladung“: Ob in Halifax Ende des Monats, oder „demnächst“ in Südamerika – das wird sich zeigen!

Der von der Firma Seabridge empfohlene Stellplatz in Antwerpen war bestens: Riesig, in der Nähe des Messe-Geländes, mit naheliegender Tanke, wo man für 1,95€ ein kleines Frühstück einnehmen konnte, und … für Wohnmobilfahrer nicht unwichtig, ein stilles Örtchen.

Belgien – ein Land der Aufgeputschten? Wenn die Tanke repräsentativ war, ganz sicher ja. Ich habe noch nie soviel, und so unterschiedliche Red Bull – Produkte gesehen. Auch die nette junge Dame in der Patisserie-Abteilung (der Tanke!) untermauert meine Vermutung: Morgens um 8 Uhr ne Dose Red Bull – die Belgier sind offensichtlich gut drauf.

Belgien, eine sehr interessante naheliegende Destination, die man normalerweise kaum als Wochenend-Ziel auf dem Plan hat. Nach diesem kurzen visuellen Eindruck der letzten Stunden setze ich Antwerpen „auf meine Liste“.

Tja, nach 2 Jahren intensivem Miteinander macht mich die heutige Trennung ein bisschen traurig. Aber … nach der zeitlich überschaubaren Auszeit wird’s dafür intensiver. Sicherlich kann ich mich als einigermaßen reiseerfahren outen, doch das, was mir jetzt bevorsteht, es ist das ultimative Abenteuer, es ist die Realisierung eines jahrelangen Traumes.

Bin sehr gespannt auf die Mischung von menschlichen und natürlichen Begegnungen. Werde sicherlich sehr großzügig mit meinen 1.000 gedruckten Frühstücks-Einladungen umgehen. Wird es notwendig sein, irgendwann eine 2. Auflage in Auftrag zu geben? Schauen wir mal!

 

2 Kommentare zu „Sprinter-Abgabe in Antwerpen

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